Flyers unterliegen im Supercup dem Meister

Raiffeisen Flyers Wels verlieren zum Saisonauftakt bei den Hefte Helfen Kapfenberg Bulls mit 78:101. Bis zur 15. Minute hielt Wels sehr gut mit, danach setzte sich die größere Kadertiefe des Meisters durch.

Der erste Titel der neuen Saison geht an die Hefte Helfen Kapfenberg Bulls. Die Raiffeisen Flyers Wels mussten sich im Supercup in der Sporthalle Walfersam mit 78:101 geschlagen geben. Damit setzte sich am Ende jener Favorit durch, der bereits vor dem Saisonstart aufgrund seines tiefen und auf allen Positionen doppelt besetzten Kaders als klarer Favorit ins Duell mit dem Cupsieger gegangen war. (FlyersWELS – Raiffeisen Flyers Wels)

Dabei erwischten die Flyers einen durchaus vielversprechenden Start. Wels hielt von Beginn an gut dagegen, spielte mutig und ließ sich auch von der körperlichen Präsenz der Bulls nicht beeindrucken. Bis zur 15. Minute war die Partie völlig offen, ehe Kapfenberg zunehmend die Kontrolle übernahm. Beim 34:34 gelang den Flyers noch einmal der Ausgleich – danach riss allerdings der Faden.

Die Bulls nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter, erhöhten den Druck und kamen immer besser ins Laufen. Bis zum Ende des dritten Viertels wuchs der Rückstand auf rund 20 Punkte an. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Im Schlussviertel konnten die Flyers den Abstand nicht mehr entscheidend verkürzen.

Viele Unterbrechungen – 74 Freiwürfe

Auffällig war auch der Spielfluss: Insgesamt 74 Freiwürfe wurden auf beiden Seiten zugesprochen. Immer wieder wurde das Spiel dadurch unterbrochen, was es für beide Mannschaften schwierig machte, über längere Phasen Rhythmus aufzubauen.

Trotz der Niederlage gab es auf Welser Seite einige positive Ansätze. Chris von Fintel übernahm wie gewohnt Verantwortung und führte die Mannschaft als Kapitän durch den ersten Pflichtspielauftritt. Auch Starlin Inoa Gil setzte Akzente und zeigte, dass er in dieser neu formierten Flyers-Mannschaft weiterhin eine wichtige Rolle übernehmen kann. Zach Laput brachte seine Energie und Aggressivität ein, während Matas Narvilas seine Qualitäten als vielseitiger Forward andeutete. Unter dem Korb konnte Dragan Bjeletic seine Erfahrung einbringen.

Gerade für die neuen Spieler war das Duell mit dem amtierenden Meister eine erste echte Standortbestimmung. Kapfenberg hat seinen Kader nicht nur tief besetzt, sondern ist durch die internationale Belastung bereits auf hohem Niveau gefordert. Auch ORF Sport+ bezeichnete die Bulls vor dem Duell als Favoriten, während Flyers-Coach Sebastian Waser die Welser bewusst in der Außenseiterrolle sah. (tv.ORF.at)

Es braucht Zeit – und die bekommen die Flyers

Dass es zu Beginn dieser Saison Zeit brauchen wird, bis alle Zahnräder ineinandergreifen, war bei den Flyers bereits vor Saisonbeginn klar. Der Kader wurde verändert, Rollen müssen sich erst entwickeln und insbesondere die Verantwortung auf den österreichischen Positionen ist in dieser Saison noch einmal größer.

Gegen einen starken und tief besetzten Meister aus Kapfenberg wurde genau dieser Unterschied am Samstag sichtbar. Der Favorit setzte sich letztlich verdient durch.

Für die Flyers heißt es deshalb: Kopf hoch, weiterarbeiten und den Blick nach vorne richten. Der Supercup war eine besondere Bühne und gleichzeitig eine schwierige erste Aufgabe. Die Saison ist aber noch lang. Die Entwicklung der jungen Spieler, das Zusammenwachsen der Mannschaft und die tägliche Arbeit werden entscheidend sein.

Der Cupsieger von 2026 ist diesmal im Supercup leer ausgegangen. Aber auch nach einer Niederlage gibt es ein Morgen. Und die Reise der neuen Flyers-Mannschaft beginnt erst. 🏀💚

Hefte Helfen Kapfenberg Bulls – Raiffeisen Flyers Wels 101:78 

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