Die Raiffeisen Flyers Wels müssen sich am Freitagabend in der Raiffeisen Arena dem BK Karbon-X Klosterneuburg Dukes mit 81:86 geschlagen geben. Nach einem schwierigen Start kämpfte sich das Wels-Team stark zurück, führte im dritten Viertel bereits mit neun Punkten und lag sechs Minuten vor Schluss sogar zehn Zähler vorne. Am Ende reichte es trotz großem Einsatz nicht zum Heimsieg.
Vor knapp 600 Zuschauern erwischten die Gäste aus Klosterneuburg den besseren Start und gingen früh in Führung. Für die Flyers war es zunächst eine schwierige Phase, doch die Mannschaft blieb dran, arbeitete sich Schritt für Schritt zurück und fand besser ins Spiel. Zur Halbzeit lag Wels mit 40:44 zurück – der Rückstand war damit überschaubar und die Partie weiterhin völlig offen.
Nach Seitenwechsel zeigte sich dann das Gesicht der Flyers, das sich das Team in dieser Saison erarbeiten möchte. Mit Energie, Einsatz und besserem Zusammenspiel übernahm Wels zunehmend die Kontrolle. Der Rückstand wurde nicht nur aufgeholt, die Flyers drehten die Partie und gingen bis zum Ende des dritten Viertels mit neun Punkten in Führung.
Auch im Schlussviertel schien der Heimsieg greifbar. Sechs Minuten vor dem Ende lagen die Flyers mit zehn Punkten voran. Die Ausgangslage war klar: Das Team hatte sich nach einem schwierigen Beginn eine ausgezeichnete Position erarbeitet.
Doch genau in dieser entscheidenden Phase verlor Wels den Faden.
Klosterneuburg nutzte die Fehler der Flyers konsequent und kam zurück ins Spiel. Bei den Flyers fehlte in den entscheidenden Minuten jener Ruhepol, der notwendig gewesen wäre, um die Führung zu kontrollieren und die Partie über die Ziellinie zu bringen. Am Ende drehte sich das Momentum noch einmal zugunsten der Gäste – die Dukes setzten sich mit 86:81 durch.
Dabei zeigt gerade der Blick auf die Zahlen, wie knapp die Flyers an einem möglichen Heimsieg dran waren. Trotz zahlreicher Eigenfehler blieb die Mannschaft bis in die Schlussphase in einer Position, das Spiel für sich zu entscheiden. Allerdings ließ Wels insgesamt zwölf Freiwürfe liegen und traf lediglich 22 Prozent der Dreipunktewürfe. Zu viele individuelle Fehler verhinderten zudem, dass die Mannschaft ihre gute Ausgangsposition konsequent nutzen konnte.
„Wir haben das Momentum aus der Hand gegeben und das darf uns nicht passieren. Wir müssen das konsequent analysieren und gestärkt für die Saison herauskommen“, sagt Kapitän Chris von Fintel nach der Partie.
Genau darin liegt die wichtigste Aufgabe für die kommenden Spiele. Die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie auch nach schwierigen Phasen zurückkommen und ein Spiel drehen kann. Gleichzeitig muss sie lernen, solche Partien in den entscheidenden Minuten kontrollierter zu Ende zu spielen. Es geht um bessere Entscheidungen, mehr Ruhe und darum, als Team auch dann zusammenzubleiben, wenn der Druck am größten ist.
Diese Entwicklung gehört zum Weg der heurigen Flyers-Mannschaft. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen geht das Team konsequent seinen Weg und versucht, aus seinen Möglichkeiten das Maximum herauszuholen. Spiele wie dieses zeigen dabei sowohl das vorhandene Potenzial als auch jene Bereiche, an denen weiter gearbeitet werden muss.
Viel Zeit zur Analyse bleibt ohnehin nicht. Bereits am Sonntag geht es für die Flyers in Traiskirchen weiter. Dort wartet die nächste Gelegenheit, die Lehren aus dieser Partie mitzunehmen und die Entwicklung der Mannschaft fortzusetzen.
Und eines bleibt auch nach einer bitteren Heimniederlage unverändert: Die Flyers-Community steht zusammen. Die 600 Fans in der Raiffeisen Arena haben die Mannschaft durch schwierige Phasen getragen und bis zum Schluss unterstützt. Genau diese Verbindung zwischen Team, Fans, Club, Nachwuchs, Mitarbeitern, Funktionären und Partnern macht den Basketballstandort Wels aus.
Jetzt gilt es, gemeinsam weiterzumachen. Die Saison ist noch lang – und die Flyers haben noch viel vor.



















