Bittere Niederlage in Spiel 3 – Flyers spielen nun am Sonntag gegen das Saisonaus

Die Raiffeisen Flyers Wels mussten im dritten Spiel der Serie gegen den UBSC Graz eine deutliche 79:100-Niederlage hinnehmen und stehen damit nun unter erheblichem Druck. Vor allem defensiv präsentierten sich die Flyers über weite Strecken zu anfällig und fanden kaum Mittel, um den offensiven Rhythmus der Grazer zu unterbrechen.

Ein zentrales Problem war erneut die Foulbelastung: Ganze 39 Freiwürfe wurden den Gästen zugesprochen – ein Wert, der nicht nur die Spielweise von Graz unterstreicht, sondern auch die Schwierigkeiten für die Welser die Linie in den Playoffs zu finden die nun offenbar vorgegeben wird.

Auch unter den Körben dominierten die Gäste klar. Graz nutzte seinen körperlichen Größenvorteil konsequent aus und kontrollierte das Rebound-Duell deutlich (27:45). Besonders schmerzhaft für die Flyers: Die Steirer erarbeiteten sich rund 10 Offensiv-Rebounds mehr, was ihnen zahlreiche zweite Chancen bescherte. Diese zusätzlichen Possessions machten sich letztlich auch im Score bemerkbar und nahmen den Welsern jede Möglichkeit, selbst einen Rhythmus zu entwickeln.

In der Zone hatten die Flyers über weite Strecken keinen Zugriff. Die Grazer fanden immer wieder Lücken, spielten ihre physischen Vorteile klug aus und kamen zu hochprozentigen Abschlüssen. Gleichzeitig fehlte es Wels an der nötigen Präsenz und Abstimmung, um diese Angriffe effektiv zu unterbinden.

Offensiv zeigte sich bei den Flyers ein gemischtes Bild. Während einzelne Aktionen durchaus gelungen waren, fehlte es insgesamt an Konstanz und Durchschlagskraft. Besonders hervorzuheben ist dennoch die Leistung von Eigengewächs Starlin Inoa Gil. Mit acht verwandelten Dreipunktewürfen zeigte er eine herausragende Partie und hielt sein Team phasenweise im Spiel. Seine Treffsicherheit aus der Distanz war einer der wenigen Lichtblicke an einem ansonsten schwierigen Abend.

Auf Seiten der Grazer überzeugte einmal mehr Brewer, der mit seiner dominanten Spielweise das Geschehen maßgeblich prägte. Er kontrollierte das Tempo, setzte seine Mitspieler in Szene und war selbst kaum zu stoppen. Gemeinsam mit der mannschaftlichen Geschlossenheit der Grazer ergab sich so ein klarer und verdienter Sieg.

Für die Flyers gilt es nun, diese Niederlage rasch, aber gründlich zu verarbeiten. Besonders in der Verteidigung müssen Lösungen gefunden werden, um die Foulproblematik in den Griff zu bekommen und die Zone besser zu kontrollieren. Auch das Reboundverhalten wird ein entscheidender Faktor sein, wenn man im nächsten Spiel konkurrenzfähig sein möchte.

Mit Blick auf Spiel 4 steht das Trainerteam vor der Aufgabe, die richtigen taktischen Anpassungen vorzunehmen. Ziel ist klar: ein Sieg, um ein alles entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen. Dieses würde am 3. Mai wieder in Wels stattfinden – eine Chance, die Serie vor heimischem Publikum noch einmal zu drehen.

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