Die Raiffeisen Flyers Wels mussten sich im zweiten Spiel der Playoff-Serie dem UBSC Graz mit 79:85 geschlagen geben. Damit gleichen die Steirer die Serie auf 1:1 aus.
Die Flyers starteten stark in die Partie und präsentierten sich im ersten Viertel bärenstark. Mit hoher Intensität in der Defensive und geduldig herausgespielten Würfen in der Offensive setzten die Welser früh Akzente. Das erste Viertel ging verdient an die Gäste und ließ auf einen möglichen Auswärtssieg hoffen.
Doch im zweiten Abschnitt folgte der Bruch im Spiel der Flyers. Graz erhöhte den Druck, agierte aggressiver und übernahm zunehmend die Kontrolle. Mit einem klaren 22:10-Lauf drehten die Gastgeber die Partie und gingen mit einer knappen Drei-Punkte-Führung in die Halbzeitpause. In dieser Phase fehlte Wels vor allem die Konsequenz im Abschluss sowie die Stabilität in der Verteidigung.
Nach Seitenwechsel knüpfte Graz an die starke Phase an und hielt den Druck hoch. Die Flyers hatten weiterhin Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden, und gerieten zwischenzeitlich deutlicher ins Hintertreffen. Erst gegen Ende des dritten Viertels gelang es den Welsern, sich wieder heranzukämpfen und das Spiel offen zu gestalten.
Im Schlussabschnitt wurde es dann hektisch – und aus Sicht der Flyers auch entscheidend. Bereits nach zwei Minuten gerieten die Gäste in massive Foulprobleme: Fünf Teamfouls standen früh auf der Anzeigetafel. Diese Situation spielte den Grazern klar in die Karten. Immer wieder suchten sie konsequent den Weg zum Korb und wurden dafür belohnt.
Allen voran setzte sich Tevin Brewer gekonnt in Szene. Nahezu jeder Angriff der Gastgeber führte in dieser Phase zu Punkten – entweder per sicherem Layup oder von der Freiwurflinie nach weiteren Fouls. Die Flyers fanden defensiv kein Mittel mehr, ohne weitere Pfiffe zu kassieren, und verloren so zunehmend den Zugriff auf das Spiel.
Trotz der Niederlage bleibt festzuhalten, dass für die Flyers mehr möglich gewesen wäre. Über weite Strecken fehlte zwar die nötige Konstanz, dennoch war die Partie lange offen und ein Sieg durchaus in Reichweite.
Die Serie ist damit wieder völlig ausgeglichen, und für die Flyers gilt es nun, die richtigen Lehren aus diesem Spiel zu ziehen. Bereits am Samstag bietet sich die nächste Gelegenheit, zurückzuschlagen und erneut die Führung in der Serie zu übernehmen.



















