Heimsieg für die Flyers gegen die Dukes zum Abschluss des Grunddurchgangs

 

Die Raiffeisen Flyers haben am letzten Spieltag des Grunddurchgangs ein echtes Basketball-Drama für sich entschieden. In einer hochklassigen und nervenaufreibenden Partie bezwangen die Oberösterreicher die Karbon-X Dukes Klosterneuburg nach Verlängerung mit 116:114 und setzten damit ein starkes Ausrufezeichen vor Beginn der entscheidenden Saisonphase. Es war ein Sieg des Willens, der Moral und der individuellen Klasse – vor allem dank eines überragenden Marcus Azor.

Dabei sah es lange Zeit nicht nach einem Erfolg der Flyers aus. Die Dukes präsentierten sich von Beginn an als spielbestimmende Mannschaft und lagen über weite Strecken der Partie in Führung. Mehrmals betrug der Vorsprung der Niederösterreicher mehr als zehn Punkte. Klosterneuburg spielte kontrolliert, traf hochprozentig aus der Distanz und nutzte defensive Unkonzentriertheiten der Flyers konsequent aus. Doch egal, wie groß der Rückstand auch wurde – die Flyers steckten nie auf.

Angeführt von MVP-Kandidat Marcus Azor kämpften sich die Hausherren immer wieder zurück ins Spiel. Azor lieferte eine Gala-Vorstellung ab und erzielte unglaubliche 42 Punkte. Immer dann, wenn die Flyers einen Impuls brauchten, war der US-Guard zur Stelle – mit mutigen Drives, schwierigen Würfen und enormer Präsenz in den entscheidenden Momenten. Seine Leistung war letztlich der Schlüssel dafür, dass die Partie überhaupt in die Verlängerung ging.

Auf Seiten der Dukes erwischte Michael Holton Jr. einen absoluten Sahnetag. Der Guard zeigte sich von der Dreipunktelinie eiskalt und versenkte starke 7 seiner 14 Versuche von draußen. Insgesamt kam Holton Jr. auf 39 Punkte und hielt sein Team über lange Zeit auf Kurs Richtung Auswärtssieg. Doch trotz seiner Offensivexplosion sollte es am Ende nicht reichen.

Erschwert wurde die Aufgabe der Dukes zusätzlich durch Verletzungssorgen. Besonders bitter verlief der Abend für Dragan Bjeletic, der sich im Spielverlauf die Schulter luxierte. Dank der schnellen und professionellen Hilfe der anwesenden Ärzte in Wels konnte die Schulter noch in der Halle wieder eingerenkt werden. Die Flyers nutzen hiermit auch die Gelegenheit, um ihrem sportlichen Kontrahenten alles Gute und eine rasche Genesung zu wünschen!

In der Verlängerung entwickelte sich schließlich ein offener Schlagabtausch, in dem jede Aktion zählte. Beide Teams agierten am Limit, doch die Flyers hatten in den entscheidenden Sekunden die besseren Nerven. Ein letzter Kraftakt, gepaart mit unbändigem Siegeswillen, brachte den umjubelten 116:114-Erfolg.

Nach der Partie zog Assistant Coach Thomas Roijakkers ein ehrliches Fazit: „Es war natürlich schwierig, zwei neue Spieler zu integrieren. Wir haben heute spielerisch einen Schritt zurück gemacht, aber wir werden zwei Schritte nach vorne machen.“ Angesprochen hat Roijakkers dabei die Debüts von Carlos Novas Mateo und Keven Gomes, die erstmals im Flyers-Trikot aufliefen und wichtige erste Minuten sammelten.

Mit dem Erfolg beenden die Flyers den Grunddurchgang auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit einer Bilanz von 15 Siegen und 5 Niederlagen sind sie punktegleich mit Oberwart und Kapfenberg und unterstreichen ihre Ambitionen für die kommenden Wochen.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits am Valentinstag, dem 14. Februar, startet die Top-6-Runde. Zum Auftakt wartet um 19 Uhr das Auswärtsspiel in Graz – und nach diesem emotionalen Kraftakt dürfen sich die Fans schon jetzt auf die nächste spannende Herausforderung freuen.

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