Die Raiffeisen Flyers Wels haben sich in einem emotionalen Spiel gegen die Fürstenfeld Panthers mit 80:75 durchgesetzt. Was lange Zeit nach einer klaren Angelegenheit aussah, entwickelte sich in der zweiten Halbzeit zu einem echten Basketball-Krimi – mit dem besseren Ende für die Flyers, die in der Crunchtime kühlen Kopf bewahrten.
Dabei mussten die Welser weiterhin auf CJ Rollins verzichten, der nach wie vor nicht einsatzfähig ist. Dennoch starteten die Flyers furios in die Partie und dominierten von Beginn an das Geschehen. Angeführt von einem überragenden Dejan Kovacevic spielten sich die Hausherren in einen regelrechten Rausch. Kovacevic zeigte sich extrem effizient und erzielte 15 Punkte in nur knapp elf Minuten Spielzeit. Bis zur Halbzeitpause schien das Spiel ein Schaulaufen zu werden – mit einer komfortablen 18-Punkte-Führung (47:29) für die Flyers.
Auch defensiv agierte Wels in der ersten Hälfte hochkonzentriert und ließ den Panthers kaum Luft zum Atmen. Fürstenfeld wirkte beeindruckt von der Intensität und dem Tempo der Flyers, die die Halle früh zum Kochen brachten. Die Vorzeichen schienen klar, doch Basketball wäre nicht Basketball ohne seine Wendungen.
Nach dem Seitenwechsel verloren die Flyers etwas die Anspannung. Die Panthers nutzten diese Phase eiskalt aus und kämpften sich Punkt um Punkt zurück ins Spiel. Vor allem ihre starke Trefferquote – teilweise aus allen Lagen – brachte die Welser Defensive ins Wanken. Angetrieben von großem Kampfgeist und hoher Energie kamen die Panthers zwischenzeitlich bis auf einen einzigen Punkt heran und machten das Spiel wieder völlig offen.
Für ein besonderes Highlight sorgte Saiquan Jamison: Mit unglaublichen 25 Rebounds stellte er den Liga-Reboundrekord ein – eine herausragende individuelle Leistung, die dem Spiel zusätzlich historische Bedeutung verlieh.
In der entscheidenden Phase, der Crunchtime, zeigten die Flyers jedoch ihre ganze Reife. Trotz des enormen Drucks behielten sie die Nerven, trafen wichtige Entscheidungen und verteidigten die letzten Angriffe der Panthers konsequent. So brachten sie den knappen, aber verdienten 80:75-Erfolg über die Zeit. “Wir haben uns das Leben schwerer gemacht als nötig. Hut ab vor dem Kampfgeist der Panthers. Ab nächster Woche wollen wir jedoch wieder so spielen wie beim Final-4”, resümiert Headcoach Sebastian Waser nach der Begegnung.
Bereits vor dem Spiel hatte Bürgermeister Dr. Andreas Rabl mit einem Ehrenaufwurf für einen würdigen Rahmen gesorgt. Nach der Schlusssirene kannte der Jubel keine Grenzen: Alle Fans blieben in der Halle, um gemeinsam mit dem Team zu feiern. Beim anschließenden Meet & Greet nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, Fotos mit den Spielern und dem Cup-Pokal zu machen – ein echtes Basketballfest für die Fans in der Stadt Wels.
Den emotionalen Höhepunkt bildete schließlich das Hissen des neuen Cupsieger-Banners, das unter Standing Ovations der Fans feierlich enthüllt wurde. Ein Abend, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.



















