Wenn am Halloween-Abend der UBSC Graz die Raiffeisen Flyers Wels empfängt, dürfen sich die Fans auf ein heißes Duell zweier formstarker Teams freuen. Beide Mannschaften gehen mit breiter Brust in die Begegnung: Graz feierte zuletzt zwei Siege in Folge, während die Flyers mit drei Siegen am Stück zu den derzeit heißesten Teams der Liga zählen. Es ist also angerichtet für ein echtes Spitzenspiel mit Spannung, Tempo und reichlich Offensivpower.
Der UBSC Graz bleibt auch in dieser Saison seiner Philosophie treu und setzt konsequent auf ein starkes US-Kontingent: Sechs Amerikaner stehen im Kader der Steirer. Diese bringen nicht nur Athletik, sondern auch viel Scoring-Power mit. Allen voran Tevin Brewer, der mit durchschnittlich 21 Punkten pro Spiel zu den gefährlichsten Guards der Liga zählt. Der quirlige Aufbauspieler versteht es, seine Mitspieler in Szene zu setzen, übernimmt aber auch selbst Verantwortung, wenn es darauf ankommt.
Doch Graz ist keineswegs ein One-Man-Show-Team. Die Mannschaft überzeugt mit einer starken Dreierquote von über 40 Prozent, was sie zu einem der gefährlichsten Außenteams Österreichs macht. Besonders Jordan Wood ragt dabei heraus: Mit beeindruckenden 55 Prozent Trefferquote von jenseits der Dreipunktlinie ist er für jede Defense eine ständige Bedrohung. Kombiniert mit der physischen Präsenz unter dem Korb und dem schnellen Umschaltspiel, gilt Graz als hochgradig athletisch und offensiv variabel.
Für die Raiffeisen Flyers Wels wird es daher entscheidend sein, geschlossen als Team aufzutreten. Die Oberösterreicher haben in den letzten Wochen bewiesen, dass sie genau dazu in der Lage sind. Drei Siege in Serie haben das Selbstvertrauen spürbar gestärkt. Trainer Sebastian Waser dürfte vor allem auf die kompakte Team-Defense und das kollektive Rebounding setzen, um den offensiven Rhythmus der Grazer zu stören.
Offensiv verfügen die Flyers ebenfalls über genügend Qualität, um dem UBSC Paroli zu bieten. Wenn Wels sein Inside-Outside-Spiel effizient aufzieht und den Ball gut bewegt, kann man auch auswärts bestehen. Entscheidend wird sein, wie gut es gelingt, die brandgefährlichen Schützen der Hausherren unter Kontrolle zu halten und selbst im Angriff Ruhe zu bewahren.



















