Wenn die Raiffeisen Flyers am Samstag, 22.11. um 19 Uhr auswärts auf die Raiffeisen Dornbirn Lions treffen, steht für die Welser einmal mehr ein besonders bedeutsames Cup-Duell auf dem Programm. Obwohl sie aufgrund der Tabellenplatzierung das Heimrecht bei einem Gegner aus der BSL besessen hätten, entschieden sich die Flyers bewusst dafür, die Reise nach Vorarlberg zu einem Zweitligisten anzutreten – eine Entscheidung, die ohne die Unterstützung des Buspartners Schörgenhuber Reisen gar nicht möglich gewesen wäre. Die zusätzliche Auswärtsfahrt soll sich am Ende rechnen, denn der Plan ist klar: Mit einem Sieg in Dornbirn möchte man sich den Einzug ins Viertelfinale sichern, wo die Flyers am 6. Dezember fix ein Heimspiel erwarten würde. Genau diesen Vorteil will man sich erspielen – und dementsprechend fokussiert geht die Mannschaft in das Achtelfinale.
Die Dornbirn Lions sind traditionell ein unangenehmer Gegner, insbesondere in eigener Halle. Angeführt werden sie in dieser Saison vom athletischen und vielseitigen Top-Legionär Kofi Hamilton, der sowohl offensiv als auch defensiv zu den tragenden Säulen des Teams zählt. Sein physisches Spiel, seine Explosivität und seine Fähigkeit, auch schwierige Würfe zu verwandeln, machen ihn zu einem der gefährlichsten Spieler der gesamten Cup-Runde. Allerdings ist bekannt, dass Dornbirn meist nur mit einer extrem engen 6- bis 7-Mann-Rotation agiert. Das sorgt zwar für hohe Stabilität und eingespielte Abläufe, eröffnet den Flyers aber gleichzeitig die Möglichkeit, mit Tempo und Tiefe im Kader taktisch Druck auszuüben.
Außerdem kommt es in dieser Partie zu einem besonderen Wiedersehen: Valentin Pils und Lennox Lasinger, zwei ehemalige Welser, stehen nun im Kader der Lions. Beide kennen das Umfeld, einige Spieler und die Spielweise der Flyers sehr genau – ein kleiner psychologischer Faktor, der dem Achtelfinale zusätzlich Würze verleiht. Pils überzeugt in Dornbirn als verlässlicher Scorer und Ballhandler, während Lasinger mit Energie und aggressiver Defense wichtige Minuten liefert. Die Flyers sind sich bewusst, dass beide motiviert in diese Begegnung gehen werden.
Für Wels selbst gibt es nur ein Ziel: „Bei den Lions nix anbrennen lassen“, wie es Obmann Michael Dittrich nennt. Die Mannschaft will von Beginn an Kontrolle übernehmen, den Rhythmus bestimmen und unnötige Spannung vermeiden. Das Trainerteam setzt dabei auf die mannschaftliche Geschlossenheit, die in den letzten Wochen immer deutlicher spürbar geworden ist – sowohl offensiv als auch defensiv. Die Flyers verfügen über eine breite Rotation, variable Scoring-Optionen und die nötige Intensität, um Dornbirn über 40 Minuten das Leben schwer zu machen.
Im Cup ist jedoch bekanntlich alles möglich, und Auswärtsspiele in Vorarlberg haben ihren ganz eigenen Charakter. Trotzdem reisen die Flyers selbstbewusst an: Die Vorbereitung war konzentriert, das Ziel klar formuliert, und die Aussicht auf ein Heimspiel im Viertelfinale bietet zusätzlichen Antrieb. Mit einem professionellen Auftritt wollen die Welser beweisen, dass sie bereit sind für die nächsten Herausforderungen im Bewerb.



















