Endlich belohnt! Flyers behalten gegen Graz die Nerven und feiern wichtigen Heimsieg

Die Raiffeisen Flyers Wels gewinnen gegen die UBSC Eagles Graz mit 82:77 und dürfen gemeinsam mit 600 Fans in der Raiffeisen Arena endlich wieder jubeln. Nach einer starken ersten Spielhälfte wurde es nach der Pause zwar noch einmal richtig spannend, doch diesmal behielten die Welser in der entscheidenden Phase die Oberhand. Zach Laput führte die Flyers mit 25 Punkten, sieben Rebounds und sieben Assists zu einem verdienten Erfolg.

Es war ein Sieg, der nicht nur für die Tabelle wichtig ist, sondern auch für das Selbstvertrauen. Nach den bitteren Erfahrungen aus den vergangenen Spielen gegen Klosterneuburg und Gmunden, in denen die Flyers große Führungen nicht über die Zeit bringen konnten, gelang es der Mannschaft von Headcoach Sebastian Waser diesmal, das bessere Ende für sich zu behalten. Der Weg dorthin war allerdings erneut nichts für schwache Nerven.

Starke erste Hälfte, Spannung bis zum Schluss

Die Flyers starteten mit der nötigen Energie in die Partie und zeigten über weite Strecken, dass die intensive Arbeit der vergangenen Wochen Früchte trägt. Die Mannschaft konnte sich eine komfortable Führung erarbeiten und schien lange Zeit auf einem guten Weg, den Heimsieg souverän einzufahren.

Doch nach der Pause änderte sich das Bild. Graz fand besser ins Spiel, während die Welser ihre Führung nicht mit der gewünschten Konsequenz verteidigen konnten. Erneut entwickelte sich eine enge Schlussphase, in der die Erinnerungen an die zuletzt verspielten Vorsprünge unweigerlich zurückkamen. Die Nervosität war spürbar, und die Flyers mussten um jeden Punkt kämpfen.

Auch aus der Distanz wollte der Ball an diesem Abend nicht regelmäßig durch die Maschen fallen. Die Dreierquote blieb ein Thema, das die Mannschaft in den kommenden Trainingseinheiten beschäftigen wird. Umso wichtiger war es, dass die Flyers andere Lösungen fanden, Verantwortung übernahmen und sich nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Diesmal gelang es, in den entscheidenden Momenten die richtigen Antworten zu finden. Die Welser stemmten sich gemeinsam gegen die Aufholjagd der Gäste und brachten den 82:77-Erfolg schließlich über die Ziellinie. Kein makelloser Auftritt, aber ein Sieg, der angesichts der jüngsten Erfahrungen besonders wertvoll ist.

Laput übernimmt Verantwortung – Inoa Gil stellt sich in den Dienst der Mannschaft

Einer der entscheidenden Faktoren war Zach Laput. Mit 25 Punkten, sieben Rebounds und sieben Assists zeigte er eine vielseitige Leistung und übernahm in wichtigen Phasen Verantwortung. Seine Zahlen unterstreichen seinen Einfluss auf das Spiel, stehen aber auch für eine Mannschaft, die gemeinsam Lösungen finden musste, als es schwierig wurde.

Ein wichtiges Signal setzte zudem Starlin Inoa Gil. Nach seiner Schulterverletzung wollte er vor dem Spiel versuchen, wieder auf das Parkett zurückzukehren und seinem Team zu helfen. Dass er sich dieser Herausforderung stellte, unterstreicht den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Gerade in einer Phase, in der jeder Beitrag zählt, ist dieser Einsatz ein Zeichen für den gemeinsamen Weg der Flyers.

Die Partie zeigte aber auch, woran weiter gearbeitet werden muss. Große Führungen müssen konsequenter verwaltet, defensive Phasen stabilisiert und die offensive Effizienz verbessert werden. Dass die Flyers trotz Problemen von außen immer wieder einen Weg fanden, das Spiel zu ihren Gunsten zu gestalten, ist ein positiver Ansatz. Die nächste Aufgabe besteht darin, solche Leistungen über 40 Minuten konstant abzurufen.

Waser: „Hoffe, uns ist der Knoten nun geplatzt“

Headcoach Sebastian Waser wusste den Erfolg nach der Schlusssirene entsprechend einzuordnen:

„Eine echte Zitterpartie. Aber das ist klar nach den letzten Wochen, wo man manche Spiele trotz Führung nicht über die Ziellinie bringen konnte. Ich hoffe, uns ist der Knoten nun geplatzt.“

Auch Zach Laput hob die Arbeit der vergangenen Wochen und den gemeinsamen Erfolg hervor:

„Wir haben in den Trainings der letzten Wochen richtig hart gearbeitet und ich bin sehr stolz auf das Team, heute den ersten Sieg für das Team, aber auch für die Fans feiern zu können.“

Die Aussagen bringen auf den Punkt, was dieser Abend für die Flyers bedeutet. Der Erfolg ist eine Belohnung für die tägliche Arbeit, gleichzeitig aber kein Grund, die noch vorhandenen Baustellen aus den Augen zu verlieren. Die Mannschaft muss ihren Weg konsequent weitergehen, aus den schwierigen Phasen lernen und die positiven Ansätze in die nächsten Aufgaben mitnehmen.

Gemeinsam weiter – nächste Aufgabe in Kufstein

Ein besonderer Dank gilt den 600 Zuschauern in der Raiffeisen Arena. Gerade in einer Phase, in der die Mannschaft nach Rückschlägen wieder Vertrauen aufbauen muss, ist die Unterstützung von den Rängen ein wichtiger Rückhalt. Die Flyers stehen für Basketball in Wels, für die Entwicklung eigener Spieler und für eine Gemeinschaft, die auch in anspruchsvollen Zeiten zusammenhält.

Dieser Heimsieg gehört deshalb nicht nur den Spielern und dem Trainerteam, sondern der gesamten Flyers-Community – von den Betreuern und Mitarbeitern über den Nachwuchs und die Funktionäre bis hin zu den Fans, Sponsoren und Partnern, die den Basketballstandort Wels mittragen.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Bereits am 26. Oktober wartet auswärts in Kufstein die nächste Herausforderung. Dort wollen die Flyers an den Erfolg anknüpfen und den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen.

Der Sieg gegen Graz ist ein wichtiger Anfang. Jetzt gilt es, das gewonnene Selbstvertrauen mitzunehmen, die Fehler zu analysieren und als Team weiter zusammenzuwachsen. Denn genau darum geht es auf dem Weg der Raiffeisen Flyers Wels: aus den eigenen Möglichkeiten das Maximum herauszuholen, jungen und heimischen Spielern Verantwortung zu geben und gemeinsam um jeden Erfolg zu kämpfen.

Ein Sieg für das Team. Ein Sieg für die Fans. Und hoffentlich der Startschuss für die nächsten positiven Schritte der Flyers.

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