Die Raiffeisen Flyers mussten sich am Samstagabend bei den Unger Steel Gunners Oberwart trotz einer starken ersten Halbzeit knapp mit 84:90 geschlagen geben. Lange Zeit sah es danach aus, als könnten die Flyers einen wichtigen Auswärtserfolg einfahren, doch nach dem Seitenwechsel drehte die Partie zunehmend zugunsten der Gastgeber.
Von Beginn an präsentierten sich die Flyers hellwach und mit viel Energie. Vor allem offensiv lief es in den ersten 20 Minuten hervorragend. Mit viel Ballbewegung, hoher Trefferquote und konsequentem Zug zum Korb setzte das Team Oberwart immer wieder unter Druck. Auch defensiv agierten die Flyers konzentriert, ließen den Gunners nur wenige einfache Würfe und kontrollierten über weite Strecken das Tempo des Spiels. Der verdiente Lohn: eine starke 10-Punkte-Führung zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Oberwart kam deutlich druckvoller aus der Kabine, erhöhte die Intensität in der Defensive und fand offensiv besser ins Spiel. Der Vorsprung der Flyers begann nach und nach zu schmelzen. Während die Gastgeber mit viel Aggressivität und Energie agierten, fehlte den Flyers in dieser Phase etwas die Konsequenz, um das Spiel endgültig in ihre Richtung zu lenken.
Hinzu kam, dass in den entscheidenden Momenten auch das nötige Quäntchen Glück fehlte. Besonders bitter: Kapitän Chris von Fintel wurde gleich zweimal bei Drives zum Korb abgepfiffen, weil er aus Sicht des Unparteiischen im Aus gestanden sein soll – Entscheidungen, die aus Sicht der Flyers äußerst unglücklich wirkten und in einer heißen Schlussphase zusätzlich an den Nerven zehrten.
Oberwart nutzte diese Phase eiskalt aus, übernahm im Schlussviertel die Führung und spielte seine Chancen routiniert zu Ende. Bei den Flyers fehlte am Ende der allerletzte Wille beziehungsweise die letzte Konsequenz, um das Spiel noch einmal an sich zu reißen und die Partie zu entscheiden.
Trotz der Niederlage kann das Team vor allem auf die starke erste Halbzeit aufbauen. Nun gilt der volle Fokus bereits dem nächsten schweren Duell: Am Montag wartet mit Klosterneuburg die nächste große Herausforderung. Die Niederösterreicher präsentieren sich aktuell in bärenstarker Form und konnten erst am Samstag mit einem Sieg gegen Tabellenführer Kapfenberg ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Für die Flyers wird es darauf ankommen, über 40 Minuten jene Intensität auf das Parkett zu bringen, die sie in Oberwart bereits phasenweise eindrucksvoll gezeigt haben.
Raiffeisen Flyers Wels vs. Karbon-X Dukes Klosterneuburg – Montag, 17:30 Uhr – Raiffeisen Arena Wels



















