Was für ein Finish! Flyers drehen in Kufstein auf und feiern den zweiten Sieg in Folge

Die Raiffeisen Flyers Wels gewinnen bei den Pirlo Kufstein Towers mit 97:83 und beweisen einmal mehr, dass mit ihnen bis zur Schlusssirene zu rechnen ist. Nach einem starken Start und einem schwierigen dritten Viertel drehten die Welser im Schlussabschnitt richtig auf: Mit 31:13 im letzten Viertel machten sie aus einem Rückstand einen am Ende verdienten Auswärtssieg. Damit feiern die Flyers den zweiten Erfolg in Folge und nehmen ordentlich Selbstvertrauen mit nach Wels.

Was für ein Basketballabend in der Arena Kufstein! 630 Zuschauer erlebten eine intensive, emotionale und über weite Strecken völlig offene Begegnung, in der die Flyers auch schwierige Phasen überstehen mussten. Am Ende setzte sich jene Mannschaft durch, die im entscheidenden Moment noch einmal zulegen konnte. Die Welser zeigten Charakter, hielten als Team zusammen und belohnten sich für ihren Einsatz mit zwei wichtigen Punkten.

Starker Auftakt, schwierige Phase nach der Pause

Die Flyers erwischten einen hervorragenden Start und legten bereits im ersten Viertel 31 Punkte auf. Die Offensive funktionierte, die Mannschaft fand gute Lösungen und setzte Kufstein früh unter Druck. Die Gastgeber ließen sich davon allerdings nicht abschütteln und arbeiteten sich Schritt für Schritt zurück ins Spiel. Zur Halbzeit lagen die Welser noch mit acht Punkten voran – eine gute Ausgangslage, die allerdings keineswegs eine Vorentscheidung bedeutete. Auch das die Flyers an diesem Abend über 60% ihrer Dreipunktewürfe trafen taten ihren Teil dazu bei.

Nach dem Seitenwechsel folgte ein völlig anderes Spiel. Kufstein traf nun aus nahezu allen Lagen und erwischte ein starkes drittes Viertel. Die Flyers mussten dagegenhalten, fanden aber zunächst nicht die passenden Antworten auf den offensiven Lauf der Gastgeber. Aus der komfortablen Führung wurde ein Rückstand, und vor dem Schlussviertel lagen die Towers sogar mit sechs Punkten voran.

Damit standen die Welser vor jener Herausforderung, die in den vergangenen Wochen bereits mehrfach zum Thema geworden war: Wie reagiert die Mannschaft, wenn ein Spiel nach einer guten Phase plötzlich zu kippen droht?

Die Antwort fiel diesmal eindrucksvoll aus.

31:13 im Schlussviertel – die Flyers setzen das Ausrufezeichen

Im letzten Abschnitt zeigten die Flyers ihre Stärken. Mit mehr Konsequenz, wichtigen Treffern und einer geschlossenen Mannschaftsleistung kämpften sie sich Punkt für Punkt zurück. Doch die Welser gaben sich nicht mit dem Ausgleich zufrieden. Sie legten weiter nach, übernahmen wieder die Kontrolle und drückten dem Spiel endgültig ihren Stempel auf.

31:13 im vierten Viertel! Mit diesem starken Schlussspurt drehten die Flyers die Partie und ließen den Towers in der entscheidenden Phase kaum noch Raum, um zu antworten. Aus sechs Punkten Rückstand wurde ein deutlicher 97:83-Auswärtssieg.

Die Begegnung dauerte insgesamt zwei Stunden und 20 Minuten. 62 gepfiffene Fouls verdeutlichen, wie intensiv und unterbrechungsreich die Partie verlief. Im emotionalen Verlauf der Begegnung mussten zunächst Kufsteins Coach und später auch der Manager der Gastgeber die Halle verlassen. Die Flyers ließen sich von den Geschehnissen nicht aus dem Konzept bringen, blieben auf ihre Aufgabe fokussiert und brachten den Sieg mit einer starken Schlussphase ins Trockene.

Gerade diese Konzentration war ein wichtiger Faktor. In einer hektischen Partie behielten die Welser in den entscheidenden Minuten den Überblick und zeigten, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen Lösungen finden können.

Bjeletic und Navrilas setzen wichtige Akzente

Auch offensiv konnten die Flyers auf starke individuelle Leistungen bauen, die in eine geschlossene Teamleistung eingebettet waren. Dragan Bjeletic überzeugte mit einem Double-Double aus 17 Punkten und zehn Rebounds. Damit lieferte er einen wichtigen Beitrag unter dem Korb und half der Mannschaft, in einer intensiven Begegnung dagegenzuhalten.

Matas Navrilas war mit 24 Punkten ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Besonders erfreulich war jedoch, dass die Flyers ihre Punkte nicht nur über einzelne Leistungsträger erzielen mussten, sondern im entscheidenden Schlussviertel als Mannschaft nochmals einen Gang höher schalteten.

Natürlich bleibt auch nach diesem Erfolg Arbeit für das Trainerteam. Das dritte Viertel hat gezeigt, wie schnell eine Partie durch gegnerische Trefferläufe kippen kann. Die Mannschaft wird daran arbeiten müssen, über alle vier Viertel hinweg stabil zu bleiben und Führungen konsequenter zu verteidigen. Umso wertvoller ist die Erkenntnis, dass die Flyers diesmal auf eine schwierige Phase mit einer überzeugenden Reaktion antworteten.

Waser: „Hier ist es nicht leicht zu gewinnen“

Headcoach Sebastian Waser zeigte sich nach der Schlusssirene erleichtert und stolz auf seine Mannschaft:

„Gratulation an meine Mannschaft. Wir sind überglücklich, heute gewonnen zu haben. Hier ist es nicht leicht zu gewinnen. Das werden noch andere erfahren. Zum Glück konnten wir im vierten Viertel noch einmal zulegen und das Spiel nach Hause bringen.“

Auch Matas Navrilas unterstrich, wie viel die Mannschaft in dieser Begegnung investieren musste:

„Es war sehr hart. Zumal wir schon am Samstag viele Körner gelassen haben. Vor allem am Ende haben wir vieles richtig gemacht und verdient gewonnen.“

Die Aussagen passen zu einem Sieg, der nicht nur aufgrund des Ergebnisses wichtig ist. Die Flyers mussten nach einem schwierigen dritten Viertel nochmals alle Kräfte mobilisieren und zeigten, dass sie aus Rückschlägen lernen können. Der zweite Erfolg in Folge ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Mannschaft, die unter den aktuellen Rahmenbedingungen konsequent an ihrer Entwicklung arbeitet und aus ihren Möglichkeiten das Maximum herausholen will.

Nächster Halt: Raiffeisen Arena!

Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht. Bereits am Sonntag, 1. November, um 15:30 Uhr wartet das nächste Highlight: Die Raiffeisen Flyers Wels empfangen ihre Gegner aus Eisenstadt zum Heimspiel in der Raiffeisen Arena. Die Partie wird live auf ORF Sport+ übertragen.

Nach zwei Siegen in Folge will die Mannschaft diesen Schwung mitnehmen und vor heimischem Publikum den nächsten Schritt machen. Dafür braucht es erneut den Einsatz des gesamten Teams – und die Unterstützung der Welser Basketballfans.

Denn dieser Erfolg in Kufstein zeigt: Auch wenn es einmal schwierig wird, können die Flyers gemeinsam zurückschlagen. Jetzt gilt es, weiterzuarbeiten, die positiven Ansätze mitzunehmen und beim nächsten Heimspiel wieder alles auf dem Parkett zu lassen.

Zwei Siege in Folge. Ein starkes Finish. Und ein Team, das weiter an sich arbeitet. Wir sehen uns am Sonntag in der Raiffeisen Arena – gemeinsam für die Flyers!

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