Flyers können Niederlage in Klosterneuburg in letzter Sekunde nicht mehr abwenden

Die Raiffeisen Flyers Wels mussten sich am Sonntagabend auswärts bei den Dukes Klosterneuburg denkbar knapp mit 70:72 geschlagen geben. Dabei war die Chance auf den Sieg bis zur allerletzten Sekunde vorhanden. Josh Duach bekam den Ball für den finalen Wurf und setzte zum möglichen Gamewinner an. Der Ball sah bereits so aus, als würde er durch den Ring fallen – doch er sprang wieder heraus. Eine Szene, die sinnbildlich für einen bitteren Abend der Welser stand.

Der Start in die Partie verlief zunächst nicht nach Wunsch für die Flyers. Klosterneuburg erwischte den besseren Beginn und setzte sich früh mit rund zehn Punkten ab. Die Hausherren nutzten ihre Chancen konsequent und brachten die Welser Defensive immer wieder in Schwierigkeiten.

Doch im zweiten Viertel fanden die Flyers deutlich besser ins Spiel. Mit aggressiverem Auftreten, besserer Ballbewegung und mehr Energie auf beiden Seiten des Feldes drehten die Oberösterreicher die Partie. Schritt für Schritt arbeiteten sie sich heran, ehe schließlich selbst eine Führung von zehn Punkten gelang. In dieser Phase kontrollierten die Welser das Spielgeschehen und schienen auf dem besten Weg zu einem wichtigen Auswärtssieg zu sein.

Nach der Pause blieb die Partie intensiv und umkämpft. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, wobei die Flyers lange Zeit leichte Vorteile hatten. Vor allem offensiv fanden sie immer wieder Lösungen und hielten die Dukes auf Distanz.

Im Schlussabschnitt jedoch kippte das Spiel erneut. Die Flyers ließen Klosterneuburg unnötig zurück in die Partie kommen. Mehrere kleine Fehler schlichen sich ein – Turnovers, ungenaue Pässe und Phasen mit zu wenig Teamplay ermöglichten den Dukes, wieder aufzuschließen. Auch von der Freiwurflinie hatten die Gastgeber klare Vorteile: Insgesamt 28 Würfe durften sie von dort nehmen – doppelt so viele wie die Gäste aus Wels. Diese Chancen nutzten die Niederösterreicher konsequent.

Damit wurde die Begegnung in den letzten Minuten zu einem echten Krimi. Am Ende hatten die Dukes das bessere Ende für sich, während den Flyers nur der letzte Angriff blieb. Dass der mögliche Siegtreffer von Josh Duach nicht fiel, machte die Niederlage besonders schmerzhaft.

Nach dem Erfolg zuletzt gegen Oberwart ist die Enttäuschung daher verständlich. Vor allem defensiv entsprach die Leistung nicht den Vorstellungen von Coach Sebastian Waser. Zu viele kleine Fehler summierten sich letztlich zu einem entscheidenden Nachteil.

Dennoch richtet sich der Blick bereits wieder nach vorne. Am Samstag, 21. März, um 17:30 Uhr haben die Flyers die nächste Chance auf Wiedergutmachung. Vor heimischem Publikum wollen die Welser gegen den BC Vienna Revanche nehmen und wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.

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